Das Handlungsfeld des Wissens

Die fachliche und methodische Grundlage für die Erreichung der gemeinsamen Ziele

Im Handlungsfeld Wissen des Modells für nachhaltige Teamentwicklung spiegelt sich das fachliche und methodische Wissen wider, das jedes einzelne Teammitglied ins Team einbringt. Aus fachlicher Sicht wissen die Teammitglieder, wie sie die vorliegenden Aufgaben inhaltlich bearbeiten und das gemeinsame Ziel erreichen können. Methodisch wissen sie, wie durch eine Haltung der kontinuierlichen Verbesserung die fachlichen Fähigkeiten möglichst effizient angewendet werden können. Hierfür haben sie beispielsweise den Sinn und Zweck eines Standup-Meetings und den einer Retrospektive verstanden und verinnerlicht. Ähnlich sehen es Christopher Mabey und Sally Caird. In ihrer Definition eines Teams haben sie festgehalten, dass die Summe der von den Teammitgliedern eingebrachten Kenntnisse und Fähigkeiten jenes Wissen abdecken muss, das notwendig ist, damit das Team seine gemeinsamen Ziele effizient und zielgerichtet erreichen kann1

Fachliches und methodisches Wissen - das Handlungsfeld Wissen im Modell für nachhaltige Teamentwicklung

Psychologische Sicherheit als Voraussetzung

In diesem Handlungsfeld zeigt sich erneut die Bedeutung der psychologischen Sicherheit für die Entwicklung eines Teams. Sie schafft einen sicheren Rahmen, in dem Teammitglieder zugeben können, dass ihnen Wissen fehlt, um beispielsweise einen Wortbeitrag in einer Diskussion verstehen oder eine Aufgabe bearbeiten zu können. Erst durch dieses „Geständnis“ können konkrete Wissenslücken geschlossen werden. In der Regel wächst aus diesem neu erworbenen und angewendeten Wissen eine zunehmende Erfahrung und daraus unter anderem der Wunsch nach mehr Wissen.

Verteiltes Wissen statt Wissensinseln

Die Teammitglieder müssen nicht unbedingt alles wissen, solange sie sich in ihrer täglichen Arbeit gegenseitig ergänzen und unterstützen können. Aus diesem Grund sollte der Team-Coach darauf achten, dass im Team eine Haltung der Zusammenarbeit entsteht und gelebt wird. Wissensinseln weisen eher auf einen zusammengewürfelten Haufen hin – und nicht auf ein entwickeltes Team. Unabhängig davon, dass Wissensinseln wenig hilfreich sind und früher oder später zu einer großen Herausforderung werden können. Hierfür genügt es schon, dass eines der Teammitglieder krankheitsbedingt kurzfristig ausfällt und niemand kurzfristig einspringen kann.

Fußnoten und Quellen

  1. Christopher Mabey, Sally Caird: Building Team Effectiveness. Open University. Milton Keynes: https://de.wikipedia.org/wiki/Team, 1999